Brasilien für Anfänger I

Wenn euch diese Überschrift komisch vorkommt, dann wisst ihr wahrscheinlich noch nicht, dass unsere Brasilienreise 2020 von einem besonderen Grund begleitet wurde. Mein Lieblingscousin Ole und seine Eltern wollte eine große Reise antreten, bevor Ole eingeschult wird. Weil sie schon viel über Papas Heimat, die Natur und die Menschen in Brasilien gehört haben und weil auch das Portugiesisch durch uns gar nicht mehr so fremd war, haben sie sich für einen 10-wöchigen Brasilientrip entschieden. So setzte sich Familie Schannwell/Schwantuschke in Berlin in den Flieger, von dem Mama sie in São Paulo abholte. Auch wenn die drei schon viel Reiseerfahrung haben, ist Brasilien doch eine exotische Abwechslung für sie; also wollten wir sie beim „Einleben“ in den ersten Wochen begleiten – bei den ersten Wanderungen, dem ersten Açai, dem ersten Zusammentreffen mit einer Schlange usw.

Die erste Woche haben wir entspannt in Santos verbracht. Die Kältewelle kam genau zum richtigen Zeitpunkt, um die drei Stück für Stück in die heißen Temperaturen einzuführen. Trotz der starken Regenfälle, habe ich Ole mit an den Strand von Santos genommen.

Strand mit Regenbogen
Vor dem Regen

Unsere erste Wanderung begann am Goés-Strand in Guarujá. Nach einer Bootsüberfahrt wanderten wir bis zum Sangava-Strand. Ich habe noch nicht so viel Erfahrungen mit Wanderungen und brauchte meine Zeit, mich damit anzufreunden. Ole allerdings ist schon trainierter und musste sich nur daran gewöhnen, dass Flora, Fauna und die Temperaturen anders sind als in den Alpen oder in Skandinavien.

Am Ziel

Aber auf dem Programm stand nicht nur Strand. Wir haben die drei auch die Kaffeestadt Santos gezeigt.

Straßenmarkt mit vielen Leckerein

Für die Erwachsenen stand ein Besuch im grauen und wirbligen São Paulo an. Das wollten Ole und ich uns sparen und machte uns einen schönen Tag mit Vovó, Juju e Lalá. Wir zeigten Ole das Aquarium, das Fischermuseum und das Spieleparadies im Shoppingcenter – Vovó konnte gar nicht glauben, dass Ole sowas gar nicht kannte.

Unterwegs mit Ole und meiner brasilianischen Familie konnte ich unter Beweis stellen, was für ein toller Dolmetscher ich bin. Die Kommukation lief super und Ole und ich hatten viel Spaß mit unserer Geheimsprache. Auch als ich aufgrund der großen Konzentration mal ein Nickerchen einlegen musste, hat Ole sich gut mit Zeichensprache durchgeschlagen. Er hat mit Lalá gegessen und mit Vovó Telenovelas geguckt. Gelungene Integration würde ich sagen.

Das Bällebad im Shoppingcenter

Nach einer Woche in Santos war es an der Zeit den anderen die Ausmaße des Landes zu zeigen. Den ersten Halt unseres Roadtrips machten wir in der Kolonialstadt Paraty. Das Städchen ist klein und es brauchte nicht viel Zeit, es zu erkunden.

Auch in Paraty konnte ich meine Ausdauer als Wanderer verbessern. Die erste Wanderung führte uns zu einem schönen und menschenleeren Wasserfall, an dem Papa bewies, wie gut er sich an die deutsche Kultur angepasst hat.

FKK

Die zweite Wanderung führte uns nach Trindade – ein kleiner Touristenort mit Wasserfällen und vielen Stränden. Ole, Franzi, Christoph und Mama warfen sich in die hohen Wellen und mussten aus dem Wasserstrudel von den Rettungsschwimmern rausgezogen werden. Von nun an respektieren sie das Meer sicherlich mehr.

Am Strand von Trindade

Der Reisebericht ist schon ganz schön lang geworden und ich habe euch noch nicht einmal von der Begegnung mit dem gefährlichen Reptil erzählen können. Lassen wir das doch für einen zweiten Teil des Reisebrichts.

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