Zurück in Cluj haben sich recht viele Sachen für mich geändert; und damit meine ich nicht nur das Wetter. Ich bin jetzt ein großer Junge.
Mamas Brust ist vom einen Tag auf den anderen kaputt gegangen und aus meiner Milchflasche, die ich als Ergänzung zur Brust zum Einschlafen brauchte, kommt auch nichts mehr raus.
Also hatten Papa, Mama und ich ein paar lange Nächte, in denen ich erstmal ausprobieren musste, wie man denn sonst so einschlafen könnte.

Und noch größer fühle ich mich jetzt, weil ich in die Kita gehe. In der ersten Woche hat Papa mir noch aus dem Fenster guckend Gesellschaft geleistet. Doch in der zweiten Woche war ich ganz auf mich allein gestellt. Aber das mit dem auf Rumänisch Tröstenlassen ist nicht meins. Also habe ich mich lieber bei den deutschsprachigen Erzieherinnen an den Rockzipfel gehangen. Und es hat sich was getan: Ich wurde nun zeitweise in die deutschsprachige Gruppe der großen Kinder aufgenommen. Wenn man auch mal was versteht, was die anderen einen mitteilen wollen, macht doch das Basteln, Essen, Trampolinspringen und von Mama und Papa Getrenntsein auch mal Spaß.




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