Die zweite große Reise in den langen Sommerferien führte nach Portugal. Endlich mal ein Ort, wo es schön warm ist; dachte ich zumindest. Unser erster Halt war Peniche, wo Papa Mama mit seinen Surfkenntnissen und Mama Papa mit ihren Surfkenntnissen beeindrucken wollte. Während die anderen auf den Wellen ritten, buddelte ich hinterm Windschutz am Strand von Baleal. Ich habe nicht einmal daran gedacht, einen Zeh in das kalte Meer zu setzen; nicht ohne so einen windschnittigen Surfanzug, wie ihn Mama und Papa hatten. Aber ich will mich nicht beschweren. Schokoladenbrötchen zum Frühstück und täglich ein Eis retten jeden Urlaub.







Das hier gab’s für die, die nicht gesurft sind:
Ich war nicht das einzige Kind in unserer Reisegruppe. Malou, ein bisschen älter als ich, hatte gleich mein Interesse geweckt. Sie schien allerdings nicht so begeistert von meinen Spielerein, aber ich habe nicht aufgegeben. Mal an den Haaren ziehen, mal in die Seite stupsen; um ein paar Minuten Aufmerksamkeit von Malou zu erhaschen, habe ich mir so einiges ausgedacht. Warum Mama und Papa das nicht lustig fanden, dass ich mit Malou spielen wollte, kann ich gar nicht verstehen.


Nach vielen Tagen am windingen Strand und Surfsessions sind wir in abgespeckter Gruppe weiter nach Lissabon. Dort könnten wir uns alle gut vorstellen, mal zu leben. Alte Straßenbahnen und viele Treppen mit Geländern, an denen man baumeln kann, zogen mich in ihren Bann. Die Sprache kann ich mit ein bisschen Aufmerksamkeit auch gut verstehen und schließlich habe ich auch schon Familie in Lissabon, meine Großcousine Claudia. Leider haben wir kein Foto zusammen schießen können, weil ich mit dem Aufzug der Metro so beschäftigt war (der nette Herr beim Aufzugsnotruf hat mich sogar gefragt, ob es mir gut geht oder ich ein Problem habe).






Bald starten wir zur letzten Reise, die von mir am meisten ersehnte: Brasilien. Vovó, lala, juju und all ihr anderen, ich komme!

Schreibe den ersten Kommentar